Jan 18

Voice Dialogue Seminare im Februar mit Ana Barner

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Ana Barner ist wieder mit zwei Voice Dialogue Seminaren in Berlin:

18.2.-20.2.2011 und 25.2.-27.2.2011.

Genaue Informationen und Anmeldung hier: http://www.voice-dialogue-berlin.de/VD/Aktuelles.html

Okt 21

Tagesworkshop am IDZ

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Am 08. November 2010 gebe ich den Workshop „Präsentation und öffentlicher Auftritt“ am IDZ – Anmeldung hier: http://is.gd/gaGBq

Nov 16

Schülerfirmenmesse – Bericht von einem ungewöhnlichen Auftrag

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Man hat mich gebeten eine Messemoderation zu übernehmen. Durch den Tag und Interviews führen, Ausstellern eine Plattform geben sich auf der Messe zu präsentieren. Ich mache das gern und frage nach Details.

Messestände, eine Bühne, professionelle Technik, eine Diskussionslounge und ca. 50 Aussteller werden erwartet. Soweit klingt das unspektakulär. Der erste Tag ist einen interne Fachmesse, die Öffentlichkeit wird am zweiten Tag erwartet.

Doch die Unternehmer sind zwischen 12 und 18 Jahre alt! Sie sind Vorstände, Geschäftsführer, Leiter der Marketingabteilung oder Buchhaltung. Fiktion? Nein. Viel zu unbekannt ist die Initiative Schülerfirmen, deren Jungunternehmer deutschlandweit unter verschiedenen Dachorganisationen ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten. Ihre Geschäfte sind durchaus ernst zu nehmen. Ihre Kunden kommen aus dem direkten schulischen Umfeld, aber auch über das Internet. Die Jugendlichen sind durchaus in der Lage ihre Geschäftsidee zu erläutern und Verkaufsgespräche zuführen. Einige strotzen vor Geschäftssinn und Selbstbewusstsein. Sie haben Logos entworfen, bilanzieren, sorgen für ihren Einkauf und akquirieren ihre Kunden selbst.

Vom Schülercafé, Nachhilfe-Service, Reisebüro für Klassenfahrten und Schreibwarenladen, bis hin zu Kunstverleih für Praxen und Geschäfte (aus eigener Kooperation mit dem Kunst-Leistungskurs), Wasserqualitätsprüfservice für Teiche und Gewässer, Kräuterseife aus dem Schulgarten, Honig aus eigener Imkerei, formschöne Taschen (auch von den Jungen genäht) oder Import/Exportgeschäfte mit anderen Schülerfirmen im Ausland, gibt es eine erstaunliche Bandbreite von Geschäftsideen.

Wer hätte gedacht, dass die allzu oft verloren geglaubte und viel beseufzte Jugend im bescheidenen Hintergrund ein Engagement an den Tag legt, dass so manchen erwachsenen Unternehmer beeindrucken dürfte?!

Lebensnahes Lernen bekommt hier einen ganz anderen Tiefsinn. Je nach Konzept arbeiten die Schüler freiwillig vor und nach der Schule. Sie lernen wie man Buch führt, mit Kunden kommuniziert, im Team arbeitet, Verantwortung übernimmt und Motivationstiefs überwindet.

Schülerfirmen funktionieren wie im richtigen Leben.

Einige erhalten eine Anschubfinanzierung, andere müssen regelmäßig bilanzieren und Gewinne nachweisen, manche sind Aktiengesellschaften, die Anteile verkaufen. Einige erwirtschaften Überschüsse, sodass sie sich kleine Löhne auszahlen können, manche geben ihre Gewinne für gute Zwecke weiter und andere machen plus/minus Null.

Die pädagogischen Gewinne stehen dabei über jeden materiellen Werten. Was die Kinder und Jugendlichen hier lernen, ist unbezahlbar: sie lernen für das Leben.

Ihr Schüerfirmen-Zertifikat ist für einige vielleicht wertvoller als das Abschlusszeugnis der Schule. Denn sie haben in zwei Jahren (oder länger) Qualitäten entwickelt, die ihnen den Einstieg ins Berufsleben deutlich erleichtern werden, weil sie teamfähig sind, kommunikationsfreudig, engagiert und belastbar. Ist es nicht das, was jeder Arbeitgeber auf seiner Wunschliste stehen hat?

Ich steige auf die Bühne und gebe meinem Gesprächspartner ein Mikrofon und wir unterhalten uns über das Geschäft, über die Messe, Produktentwicklungen und über Absätze.

Wir reden über das, was Spaß macht, was die Mühe wert macht. Wenn ich in diese Augen schaue, weiß ich es genau: sie werden ernst genommen. In ihrem Engagement und in ihrem Willen ihre Zukunft zu gestalten. Das berührt mich und es erfüllt mich mit Hoffnung. In zwei Jahren ist wieder eine Messe. Wenn ich gefragt werde, bin ich bestimmt wieder dabei.

Diese Schüler zeigen, dass es sich lohnt in die Jugend zu investieren. Ich danke jedem Lehrer und Schülerfirmenbetreuer, jedem Sozialarbeiter Beauftragten und Ehrenamtlichen, der diese Arbeit möglich macht. Und ich danke, dass ich meinen Teil dazu beitragen durfte.

Anbei Impressionen der beiden Tage:

http://www.schuelerfirmenmesse-berlin.de/

Jul 01

Voice Dialogue Seminar-Bericht aus Berlin

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Die Zeit verging wieder im  Flug: zwei intensive Tage für Austausch,
Experiment und Lernen. Ein stimmungsvolles Atelier beherbergt uns für diese Zeit.
Im Kreis sitzen neugierige Menschen, die alle mit Menschen arbeiten: in der Beratung, Coaching, Therapie und Training.
Somit sind die Teilnehmer erfahren und offen genug sich auf ein Experiment einzulassen.
Viel ist passiert. Alles en détail hier aufzulisten sprengte den Rahmen. Doch ein Unterthema hat einen dermaßen überzeugend praktischen Nutzen, dass ich hiervon berichten möchte.

Der theoretische Teil klingt viel versprechend: wenn wir einen Konflikt zwischen zwei Menschen haben, dann ist das, was wir an Botschaften und Inhalten hören nur sekundär.

Diese Aussage lässt einige Stirnen runzeln. Das klingt sonderbar in unseren Ohren. Ja, wir kennen den Spruch: „der Ton macht die Musik“, doch hier geht um etwas anderes.

In einem Konflikt geraten wir in eine Art Schlaufe, in der es immer einen Schlagabtausch von Vorwürfen, Urteilen und Verletzungen gibt.
Und meistens sind Empfindungen wie Ärger, Enttäuschung und Frustration im Spiel.
Wie kommt es nun zu diesen Empfindungen? Kann man herausfinden wer Recht hat?
Auch dieser Aspekt ist nicht Gegenstand bei dieser Form von Konfliktlösung.

Bei der Arbeit mit Beziehungsmustern (engl. Bonding Pattern) geht es eher darum, das Prinzip zu erkennen, das jedem Streit unterliegt. Es ist eine Infinity Loop, die so lange funktioniert, bis einer von beiden „den Tanz“ abbricht.
In jedem Falle finden permanent Verletzungen statt – ob gewollt oder ungewollt.
Wir mögen keine Verletzungen und wollen uns davor schützen. Das leuchtet uns ein.

Was tun wir also? Wir agieren aus einer möglichst machtvollen Position und ignorieren, bzw. verdrängen unbewusst stattfindende Verletzungen. Es ist einfacher als den Schmerz zuzulassen. Was tun wir also so schnell, dass wir nicht einmal Kenntnis davon nehmen?

Wir übergehen die Verletzung, um schnell auf einen Angriff reagieren zu können und uns dabei wieder stark zu fühlen.

Wir könnten sagen, es entsteht ein Ping-Pong zwischen der mächtigen Seite in uns und der ohnmächtigen, bzw. verletzlichen Seite in uns.

Die Verblüffung ist groß.
Wir nehmen uns vor eine (bekannte, erlebte) Streitsituation zu analysieren und anzuschauen, wie Macht und Ohnmacht sich innerhalb eines Gespräches abwechseln. In uns selbst und auch in unserem Gegenüber.

Es kann ein harmloser Alltagskonflikt sein:
Warum kommst du erst jetzt nach Hause?
Wir stellen fest, dass in einem Konflikt die mächtigen Anteile kommunizieren, während im Hintergrund diffus gelitten wird, weil wir die Verletzung nicht wahrnehmen wollen (oder können).
Die einzigen Hinweise sind Ärger, Wut, Empörung, Frustration, etc. Empfindungen also, die wir nicht haben wollen, weil sie schmerzhaft sind.

Könnten wir die Verletzlichkeit in uns und bei unserem Gegenüber erkennen, spüren, berücksichtigen, bräuchten wir diesen Aufwand nicht zu betreiben.

Könnten wir eine Position der Mitte einnehmen und beides in uns spüren, nämlich den Wunsch sich stark und potent zu fühlen (Recht haben, den anderen kritisieren, bestrafen) und die Verletzlichkeit (Trauer, allein sein, nicht akzeptiert werden, schuldig sein, etc.), könnten wir den Schlagabtausch verkürzen und schneller eine Ebene der Verständigung und Lösung finden.

Ja-aber, der hat angefangen!
Wenn es uns gelingt in die Mitte zu kommen, haben wir Verständnis für uns und den Gesprächspartner. Die Kluft verringert sich und wir können sie leichter überwinden.
Dieses Verständnis ist kein rein intellektuelles Verstehen, sondern in Verbundenheit mit den emotionalen und seelischen Prozessen im Menschen. Dieses Verständnis ist getragen von einer tieferen Einsicht mit dem enormen Vorteil eines größeren Handlungsspektrums.

Wer angefangen hat, ist unerheblich. Wer erkennt, dass sich beide „im Tanz“ befinden, sollte Geistesgegenwart und die Gnade haben diesen zu unterbrechen, in dem er aus der Mitte spricht und den kooperativen Kommunikationsraum wieder eröffnen.
Es ist erstaunlich wie schnell konstruktive Gespräche wieder möglich sind!

Zwei praktische Fragen schließen sich hier an:
•    Und wie merkt man, dass man sich im Tanz befindet?
•    Wie findet man die Mitte?

Hier beginnt der praktische Bereich in dieser Arbeit. Um diese beschriebene Mitte zu erfahren, benötigt es ein konkretes Einlassen auf die tatsächlichen Empfindungen beider Seiten und in sich selbst! Verständlich, dass dies nicht mehr theoretisch herstellbar ist und einer praktischen Übung bedarf.

Überall in Deutschland gibt es Facilitators (Begleiter, Moderator), die bei dieser Arbeit als Katalysatoren wirken, den Prozess unterstützen und dafür sorgen, dass Transparenz und Klarheit während der Entdeckung herrscht. Das Verblüffende dabei ist, dass diese Form dieses Prozesses enorm viel Spaß macht und die Ergebnisse so selbstverständlich scheinen, dass man sich fragt, warum man da nicht früher drauf gekommen ist.

Lust auf eine praktische Erfahrung oder mehr Informationen?

andrea@naurath.de

Mai 21

Voice Dialogue und Big Mind Seminar in Berlin

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Dieses Jahr gibt es wieder die Gelegenheit Erfahrungen mit Voice Dialogue und (neu!) Big Mind Heart (nach Genpo Roshi) zu machen.
Ana Barner ist wieder in Deutschland und ich kann diese Arbeit aus eigener Erfahrung wärmstens empfehlen.
Falls es noch Fragen und Unsicherheiten gibt, bitte ich um Kontaktaufnahme, ich sage gerne mehr dazu.
Unser Schnupperkurs am Donnerstag, den 18. Juni 2009 ist eine wunderbare Gelegenheit sich  einen Eindruck der Arbeit zu verschaffen, um sich evtl. spontan zu dem Seminar zu entschliessen. Auch Einzelsitzungen sind buchbar.
Anbei unser Flyer, der sich schöner liest, wenn er ausgedruckt und gefaltet wird :)
Gerne auch weiterleiten – vielen Dank!
Herzliche Grüße,
Andrea Naurath